Die Entwicklung des Schiffsmodellbaus

Schiffsmodelle waren schon zur Zeit der Ägypter gebräuchlich. Unter den Grabbeigaben für Tutenchamun waren schon damals sehr originalgetreue Nachbildungen großer Schiffe. Im 16. Jahrhundert waren die Nachbildungen wichtige Anschauungsmodelle für Schiffsbauer, die ihren Kunden somit die Entscheidung über entsprechende Bauaufträge erleichtern wollten. Die Zeit maßstabsgetreuer und proportionsgerechter Schiffsmodelle war damit gekommen.



Wie weit die Geschichte des privaten Schiffsmodellbaus zu nichtkommerziellen Zwecken zurück geht, lässt sich nicht so genau erfassen. Wahrscheinlich gab es aber in ältester Zeit schon Schiffsspielzeuge. Jedenfalls ist heute die Industrie des Schiffsmodellbaus zu freizeitlichen, dekorativen oder demonstrativen Zwecken sehr umfangreich. Die Weiterentwicklung diverser Fertigungsmethoden ermöglicht heute die Modellierung einer Vielzahl von Schiffstypen und Funktionsmodellen. Neue Schiffe werden schon modelliert wenn sie gerade erst die Werft verlassen haben.

Gerade Einsteigern ist ein umfangreiches Angebot an Fertigmodellen gegeben. Es werden mittlerweile Herstellungsverfahren angewandt, die auch die kompliziertesten Schiffsmodelle möglich machen. Für Profis bietet sich dadurch die Möglichkeit ein so detailgetreues Abbild eines Schiffes zu schaffen, dass der Begutachter, auch bei pingeligster Betrachtung, nur Anhand der Größe den Unterschied zum Original wahrnehmen kann.

Sehr beliebt sind auch Mikromodelle, die bei unter einem halben Meter Länge liegen. Ein großer Vorteil bei ihnen ist die leichte Handhabung und die einfach zu arrangierende Verwahrung. Sie sind meist aus Plastik und ausgestattet mit einer Funk-Fernsteuerung. Im Allgemeinen wird nahezu jedes Spektrum der Seefahrt ausgeschöpft. Begonnen bei Segelschiffen, Dampfern, Rennboten, Yachten oder Schleppern, bis hin zu Frachtern, Kriegsschiffen und U-Booten, ist alles dabei was das Seemannsherz begehrt.

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